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Schmerzhafter Bandscheibenvorfall, Behandlung mit Palmitoylethanolamid

Schmerzhafter geht kaum etwas auf den Nerv: Beim Bandscheibenvorfall drückt der Knorpel direkt gegen die Schmerzleitung. Mann spricht dann auch von Ischias: Ausstrahlenden Schmerzen ins Bein, zum Teil sogar bis in den Fuß. Dies mit einem körpereigenen, natürlichen Schmerzmittel  zu behandeln ist ein neuer, hochinteressanter Ansatz. Palmitoylethanolamid (een PEA-houdend product®, PeaPure®) ist so eine körpereigene Substanz. een PEA-houdend product ist seit November 2012 in den Niederlanden nicht mehr verfügbar. een PEA-houdend product in den Niederlanden wird durch PeaPure ersetzt. PeaPure ist nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt. PeaPure enthält Palmitoylethanolamid, wie een PEA-houdend product. PeaPure wurde keinerlei chemischer Hilfsstoff, Geschmacksstoff, Farbstoff oder Süßstoff zugefügt. Dem Inhalt een PEA-houdend product sachets enthalt Sorbitol. Es gibt Nutzer, die diesen Süßstoff nicht einnehmen möchten. PeaPure-Kapseln enthalten kein Sorbitol, einzig und allein Palmitoylethanolamid. PeaPure nimmt man am besten während oder nach der Mahlzeit ein. Es hat sich erwiesen, dass 3 Mal täglich 1 Kapsel à 400 mg eine gute Anfangsdosierung während der ersten 2 Monate ist.

 Anwender van PeaPure spüren im Allgemeinen eine Verbesserung in den ersten Wochen der Einnahme. Erst nach zwei Monaten lässt sich die Wirkung von PeaPure wirklich beurteilen.  

Der Ischiasnerv wird imFall von Ischias durch eine Veränderung in der Lendenwirbelsäule – alsohäufig durch einen Bandscheibenvorfall – gereizt oder sogar gequetscht. Die zwischen den Wirbeln liegenden Bandscheiben verlieren ihre Form und drücken auf die Nervenbahnen und bei schweren Veränderungen der Bandscheibe ist sogar der Faserring verletzt und gerissen, so dass die gallertartige Masse bereitsaustritt und viel Druck auf die Nerven erzeugt. Viele begriffliche Synonyme sind in Gebrauch für diese heftige Schmerzen: Nucleus-Pulposus-Prolaps, Diskusprolaps, Protrusio, Bandscheibenvorwölbung, Bandscheibenprotrusion, Hexenschuß, Lumbalgie, Lumbago, Lumboischialgie.

Behandlung eines refraktärenschmerzhaften Bandscheibenvorfalls (Ischias) mit Palmitoylethanolamid

Zurst wurde unser Patient mit dem GABA-Analogon Pregabalin (Lyrica®) behandelt. pregabalin verringert die Freisetzung mehrerer unterschiedlicher Neurotransmitter undwirkt deswegen schmerzlindernd. Die Substanz ist zur Behandlung von Patienten mit Schmerzen wegen peripheren Neuropathien und als Antiepileptikum beifokalen Anfällen zugelassen. Pregabalin (Lyrica) bindet an Hilfsproteine derprä- und postsynaptischen spannungsabhängigen Kalziumkanäle. 

Das Einströmen von Kalzium in die Nervenendigung wird deshalb gedrosselt, so dassdas “Gewitter” gesteigerter Freisetzung der NeurotransmitterGlutaminsäure, Noradrenalin und Substanz P normalisiert wird. In Studien beiPatienten mit schmerzhafter diabetischer Neuropathie und postherpetischer Neuralgie war die Substanz signifikant wirksamer als ein Placebo. 

Lyrica war im Falle unseres Patienten abervöllig unwirksam und hatte nur Nebenwirkungen. Deshalb verschrieben wir palmitoylethanoloamide. Palmitoylethanolamide is ein natürliches Schmerzmittel, auf Basis eines körpereigenen Moleküls. Eshat sehr wenig Nebenwirkungen, keine Wechselwirkungen mit anderenMedikamenten und kann ohne Probleme auch an ältere Patienten gegeben werden.

Die Ergebisse klinischer und tierexperimentellerForschung der Endocannabinoid-Forschungsgruppen aus Italien legen nahe, dassdas körpereigene Endocannabinoid Palmitoylethanolamid wirksam sein kann gegenstarke Schmerzen bei Bandscheibenvorfällenl.  [1][2][3][4].[2][3][4]

SchmerzhafterBandscheibenvorfall: Druck auf den Nerv und Entzündung 

Bei vielen krankhaften Zuständen desperipheren Nervensystems, die hervorgerufen werden durch oder verbunden sindmit Entzündungsprozessen, sind Veränderungen des Perineuriums festzustellen,vor allem aber sehr signifikante Veränderungen sowohl in Bezug auf dieZusammensetzung als auch in Bezug auf die Mengen der Endoneural-Flüssigkeitenbei starken Ödem- Zuständen, die, obgleich sie allgemein eine Folge derNerven-Stimulierung darstellen, die durch die Verletzung (Schädigung)induziert wird und daher nicht die Primärursache ist, tatsächlich einesignifikante Verschlechterung der pathologischen Situation mit sichbringen. 

Nach dem Auftreten des neurogenen Ödemstreten signifikante Veränderungen der Gefäß-Permeabilität auf, sowohl derendoneuralen als auch der perineuralen Mikrogefäße, wodurch dieSchutzfunktion der Perineural-Sperre gefährdet wird. Das Ödem kann auftretenim Bereich eines Nerven-Abschnitts; d. h. mit anderen Worten, nach einerSchädigung kann eine Anreicherung von Flüssigkeiten in dem perineuralen, epineuralenBereich oder wiederum in dem Endoneural-Bereich beobachtet werden.

Erfahrungen mit mehreren hundert Patientenmit schmerzhaften Bandscheibenvorfällen zeigen, dass Palmitoylethanolamid diesen „Entgleisungen“ gegensteuern kann. Es hat gute schmerzlinderndeEigenschaften ohne problematische Nebenwirkungen.

Die verabreichte Dosierung ist am Anfang immer proTag 1200 mg. [8]

Prof. Dr.med.Jan M. Keppel Hesselink, December 2010 ; revision jan 2013

Referenties

[1]: Assini A,Laricchia D, Pizzo R, Pandolfini L, Belletti M, Colucci M, Ratto S. | P1577: Thecarpal tunnel syndrome in diabetes: clinical and electrophysiologicalimprovement after treatment with palmitoylethanolamide | Eur J Neurol | 2010:17(S3):295.

[2]: Calabrò RS,Gervasi G, Marino S, Mondo PN, Bramanti P. | Misdiagnosed chronic pelvic pain:pudendal neuralgia responding to a novel use of palmitoylethanolamide. | Pain Med. | 2010May;11(5):781-4. Epub 2010 Mar 22.

[3]: Petrosino S,Iuvone T, Di Marzo V. | N-palmitoyl-ethanolamine:Biochemistry and new therapeutic opportunities. | Biochimie. | 2010Jun;92(6):724-7. Epub 2010 Jan 21.

[4]: Phan NQ,Siepmann D, Gralow I, Ständer S. | Adjuvant topical therapy with acannabinoid receptor agonist in facial postherpetic neuralgia. | J Dtsch DermatolGes. | 2010 Feb;8(2):88-91. Epub 2009 Sep 10.

[5]: Calabrò RS,Gervasi G, Marino S, Mondo PN, Bramanti P. | Misdiagnosed chronic pelvic pain:pudendal neuralgia responding to a novel use of palmitoylethanolamide.| Pain Med. | 2010 May;11(5):781-4. Epub 2010 Mar 22.

[6]: Petrosino S,Iuvone T, Di Marzo V. | N-palmitoyl-ethanolamine:Biochemistry and new therapeutic opportunities. | Biochimie. | 2010Jun;92(6):724-7. Epub 2010 Jan 21.

[7]: Phan NQ,Siepmann D, Gralow I, Ständer S. | Adjuvant topical therapy with acannabinoid receptor agonist in facial postherpetic neuralgia.| J Dtsch Dermatol Ges. | 2010 Feb;8(2):88-91. Epub 2009 Sep 10.

[8]: G. Guida, A. de Fabiani,F. Lanaia, A. Alexandre, G.M. Vassallo, L. Cantieri, M. de Martino, M. Rogai,S. Petrosino | Lapalmitoiletanolamida en el dolor neuropatico cronico porlumbociatalgia de tipo compresivo: estudio clinico multicentrico.| indice=2010251 | Dolor